Schriftgröße: |
Suche

Pflegetipps

Zimmer

Überlegen Sie, ob im Pflegezimmer etwas verändert werden kann bzw. sollte, um es für den Pflegebedürftigen und auch für Sie selbst angenehm zu gestalten. Dazu gehört nicht nur, dass das Zimmer so bequem wie möglich sein sollte, sondern auch, dass es Behaglichkeit und Vertrauen ausstrahlt.

Worin könnten solche Veränderungen bestehen?

  • Zu bedenken ist etwa, ob ein Pflegebett benötigt wird. Solche Betten werden u. a. von der Pflegekasse ausgegeben.
  • Unter Umständen ist ein Beistelltisch für Pflegeutensilien notwendig.
  • Der Boden sollte ebenmäßig sein, und es sollten keine rutschenden Teppiche oder Brücken im Zimmer liegen.
  • Das Gleiche gilt für Telefon- und andere Elektrokabel.
  • Hilfreich ist es, wenn Toilette und Bad in der Nähe des Pflegezimmers liegen.
  • Bei Bedarf sollten Gehstock, Krücken oder Rollstuhl gut erreichbar sein.

Ernährung

Eventuell muss die Ernährung des Pflegebedürftigen auf die jeweilige Erkrankung eingestellt werden. Das kann z. B. mit Hilfe des Arztes oder eines Ernährungsberaters geschehen. Oft stellt das Essen den Höhepunkt des Tages und die Verbindung zum "normalen" Alltagsgeschehen dar; deswegen sollte den Mahlzeiten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Trinken nicht vergessen! Flüssigkeit ist für einen geschwächten Menschen besonders wichtig und sogar lebensnotwendig. Der tägliche Bedarf liegt bei 1,5 bis 2 Litern. Wird nicht genug getrunken, so kann sich das Risiko bestimmter Erkrankungen erhöhen. Der Kreislauf läuft nicht richtig "rund", was zu Verwirrtheit und Desorientierung führen kann. Die Haut, die gerade bei älteren Menschen sehr trocken ist, lässt sich durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor unnötiger Trockenheit schützen. Bei Appetitlosigkeit kann es übrigens sinnvoller sein, wenn erst nach den Mahlzeiten getrunken wird.

Hilfsmittel wie spezielles Besteck oder Geschirr erleichtern das Essen und Trinken. Der Sanitätsfachhandel hat viele gute Ideen entwickelt, die bettlägerigen Menschen dabei helfen, auch weiterhin selbstständig zu essen.

Medikamente

Setzen Sie sich mit Einnahme und Anwendung der Medikamente des Pflegebedürftigen auseinander, sodass Sie im Notfall z. B. das Dosieraerosol oder den Insulinpen selbst betätigen können. Auch sollten Sie den Bestand der Medikamente immer im Auge haben, damit es am Wochenende oder an Feiertagen nicht zu einem Engpass kommt. Um den Überblick zu behalten, können z. B. Medikamentenboxen sinnvoll sein, die sich bereits zu Beginn jeder Woche vorbereiten lassen.

Körperpflege

Der Pflegebedürftige sollte sich so weit wie möglich selbst baden, duschen oder waschen. Selbst Bettlägerige können beim Waschen im Bett alle Tätigkeiten selbst ausführen, zu denen sie noch fähig sind. Die Körperpflege sollte sich nicht nach einem strikten zeitlichen Schema, sondern nach dem pflegebedürftigen Menschen richten. Fühlt er sich einigermaßen frisch und ist guter Dinge, dann ist dieser Zeitpunkt der richtige. Denken Sie an das Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Cremes oder evtl. mit durchblutungsfördernden Lotionen.

Auch für den Bereich der Körperpflege gibt es Hilfen. Dazu gehören beispielsweise Duschstühle, Haltegriffe zum Baden, Badewannenverkürzer etc.

Inkontinenz

Inkontinenz bedeutet, dass der Urin- und/oder Stuhlabgang nicht mehr ausreichend kontrolliert werden kann. Zum Problem muss Inkontinenz allerdings nicht werden: Es gibt sehr gute Hilfsmittel, um Wundwerden und Unwohlsein zu verhindern, sodass auch eine Teilnahme am "normalen" Leben gewährleistet werden kann. Informationen dazu finden Sie auch unter dem Punkt "Blasenschwäche" auf unserer Themenübersicht.

Bei leichter Inkontinenz kann mit Einlagen geholfen werden. Das ist besonders sinnvoll, wenn der Pflegebedürftige noch recht mobil ist. Wenn die Inkontinenz schwerer ist, empfehlen sich Windeln, die gut saugen und keine Wundheit verursachen. Für die Nacht werden zusätzlich sogenannte Bettunterlagen angeboten, die auf die Matratze gelegt werden.

Neben den Hilfen von außen können Pflegebedürftige ab und zu auch selbst etwas gegen Inkontinenz oder zu deren Linderung beitragen, indem sie ein Kontinenz-, Blasen- oder Toilettentraining durchführen. Sprechen Sie darüber mit dem behandelnden Arzt.

Hausnotruf

Private Anbieter und Wohlfahrtsverbände stellen sogenannte Hausnotrufsysteme zur Verfügung. Ein solches System kann sich im Notfall als Lebensretter erweisen. Nach Betätigung eines Senders meldet sich die angefunkte Stelle, etwa der Malteser Hilfsdienst, per Telefon, um nach Einzelheiten zu fragen und ggf. lebensrettende Maßnahmen einzuleiten. Ein Hausnotrufsystem bietet sich vor allem nachts an, wenn der Pflegebedürftige nicht rund um die Uhr gepflegt wird. Außer einem Sender, der stets am Körper getragen werden sollte, gibt es z. B. auch Bewegungsmelder, die Bewegungen innerhalb einer Wohnung erfassen. Ist keine Bewegung feststellbar, wird versucht, Kontakt mit der jeweiligen Person aufzunehmen.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem System haben, können Sie sich gern an uns wenden oder eine E-Mail an den Malteser Hilfsdienst (Hausnotruf@malteser-berlin.de) senden.

Öffnungszeiten

Mo, Di, Do: 8.00 - 19.00 Uhr
Mi, Fr: 8.00 - 18.30 Uhr
Sa geschlossen


Unsere Partner-Apotheken sind auch Samstags für Sie da.

Telefonnummer

030 93 95 2030

Freecallnummer

0800 30 11 970